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"Fair von Anfang an"Methoden der Kommunikationsförderung
Mobile pädagogische Hilfe für Kinder, Lehrer und Eltern
als Lern- und Prozessbegleitung
Idee und Projektleitung: Sabine von Bleichert (Dipl. Soz.-Päd.)
Zielgruppe
Klassen 1 – 4 Grund- und Förderschulen
In Deutschland sind schulische Angebote und Angebot der Kinder/Jugendhilfe traditionell organisatorisch und von ihrer Finanzierung her weitestgehend getrennte Bereiche. Das isolierte Verhältnis
von Grundschule und Kinder/Jugendhilfe führt dazu, dass ihre Angebote, die sich in großen Teilen an dieselbe Zielgruppe richten und sich ergänzen müssten, oft nebeneinander herlaufen.
Hieraus entstand die Idee zum Projekt "Fair von Anfang an" mit der Zielsetzung, emotional und psychosozial belastete Kinder im Schulalltag zu stabilisieren und ihnen fachgerecht zu helfen. Das Projekt "Fair von Anfang an" bezieht alle Kinder einer Klasse, die Lehrkraft und die Eltern mit ein.
Konzept des Projektes "Fair von Anfang an"
Ein wichtiges Grundkonzept des Projektes "Fair von Anfang an" ist die fachliche Zusammenarbeit einer Klassenleitung mit einer sozialpädagogischen Fachkraft und der Ansatz, gemeinsam die Sozialkompetenzen in einer Klasse zu stärken, auffällige Kinder zu integrieren und Handlungs- und Lösungsstrategien zu entwickeln. Es geht hier um einen situativen Ansatz, Ausgangsbasis ist das emotionale und soziale Verhalten der Kinder in einer Klasse und die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schülern.
Das Konzept ist so angelegt, dass die Lehrer/innen Anregungen für Rahmenbedingungen und für die Unterrichtsgestaltung zum Thema soziales Lernen und Prävention von Gewalt und Missbrauch erhalten und erfolgreich fortsetzen können.
Die Eltern einer Klasse werden auf Elternseminaren in das Projekt mit einbezogen.
Projekteinheit pro Klasse
- Hospitation, Vorbereitungsgespräch
- Ca. 8 x 1 - 2 Schulstunden 1 x pro Woche
- 1 - 2 Elternseminare
- Auswertungsgespräch mit Lehrkraft
Die Zielsetzung des Projektes "Fair von Anfang an"
für Kinder
- Stärkung von Selbstsicherheit, Selbstachtung und Selbstvertrauen
- Stärkung von Vertrauen und Beziehungsfähigkeit
- Stärkung von Toleranz und gewaltfreiem Umgang
- Wahrnehmung von Grenzverletzungen
- Entwickeln und Erprobung von Handlungsalternativen
- Findung und Förderung eindeutiger Kommunikation
- verfestigte kindliche Verhaltensweisen zu reiferen Verhaltensmustern entwickeln
- Stärkung individueller verbaler und körperlicher Ausdrucksmöglichkeiten
- Verinnerlichung der Regeln des Gemeinschafts- und Schullebens
für Eltern
- Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit Lehrer, Kinder, Eltern
- Förderung und Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe von einer außerschulischen Fachkraft
für Lehrer
- Fachliche Unterstützung zur Klärung der sozialen Konflikte in der Klasse
- Stärkung Interaktion zwischen Lehrkraft und Schüler
- Inputs zu Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten
- Angebot, Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten oder- Alternativen
- Koordination und Kooperation mit helfenden Institutionen
- Klassen- oder Gruppen spezifische Material- und Ideensammlung
- Stärkung im fachlichen Umgang mit emotional belasteten Kindern
- Stärkung von Selbstfürsorge
Themen der Unterrichtstunden
- Kennen lernen, Vertrauensbildung
- Wahrnehmung, Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen
- Recht auf Unversehrtheit
- Körperliche Selbstbestimmung
- Grenzen fordern und respektieren
- Fair streiten ohne Gewalt
- Umgang mit unterschiedlichen Geheimnissen
- Sich helfen lassen
Dieses Kurskonzept ermöglicht eine niedrigschwellige, aufsuchende, mobile pädagogische Hilfe in Grundschulen als ein stärkendes, pädagogisches Frühinterventionssystem.
Emotional und psychosozial belastete Kinder werden im Schulalltag wahrgenommen, unterstützt und erhalten gezielt Hilfe. Die Kommunikation zwischen Kindern, Eltern und Lehrern wird verbessert. Es ist wichtig, in der Grundschule zu beginnen und hier entsprechende Fördermittel einzusetzen und nicht zu warten, bis sich Probleme verfestigt haben.
Erfolg und Finanzierung
Dieses Projekt wurde seit 2007 im Landkreis Fürstenfeldbruck, Starnberg und München an verschiedenen Grundschulen und einer Förderschule erfolgreich durchgeführt.
Wir danken vielen engagierten Eltern für ihre Initiative und finanzielle Unterstützung und den Sponsoren: Benatzky-Stiftung, Germeringer Sozialstiftung, Edeltraut Haberle-Stiftung, Auerbach-Stiftung, Rotary Club Fürstenfeldbruck, Stiftung Bündnis für Kinder - gegen Gewalt, Landratsamt FFB, Gesellschaft macht Schule e.V..
Eine Projektbeschreibung und eine Kostenaufstellung erhalten Sie auf Anfrage |
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